Betonkosmetik · Dortmund

Ankerlöcher im Beton ausbessern

Ankerlöcher sind bei geschaltem Beton unvermeidlich. Ob sie als Gestaltungselement sichtbar bleiben oder verschlossen werden – wichtig ist ein einheitliches Bild über die ganze Fläche.

Wo Wandschalungen mit Ankern zusammengehalten werden, bleiben nach dem Ausschalen regelmäßig angeordnete Öffnungen zurück. In Dortmund und Umgebung verschließen und überarbeiten wir Ankerlöcher an Sichtbetonwänden, Treppenhauskernen und Fassaden.

Wie Ankerlöcher entstehen

Die beiden Seiten einer Wandschalung werden durch Schalungsanker gegen den Frischbetondruck gehalten. Die Ankerstäbe laufen meist durch ein Hüllrohr, das im Beton bleibt, damit der Stab nach dem Betonieren wieder gezogen werden kann. An den Enden sitzen häufig Konen, die eine kegelförmige Vertiefung in der Oberfläche hinterlassen.

Zurück bleiben also die Öffnung des Hüllrohrs und je nach System ein Konusabdruck. Unbearbeitet sammeln sich darin Schmutz und Feuchtigkeit, und die Ränder können beim Ausschalen ausbrechen.

Sichtbares Ankerraster oder verschlossen?

Bei Sichtbeton wird das Ankerbild oft bewusst geplant: Die Ankerstellen sitzen in einem festen Raster und bleiben als Gestaltungselement erkennbar. Die Öffnungen werden dann zwar verschlossen, die Vertiefung bleibt aber sichtbar. Alternativ werden Ankerlöcher so geschlossen, dass sie möglichst wenig auffallen.

Welche Variante gilt, legt in der Regel die Planung fest. Wir halten uns an diese Vorgabe und klären offene Punkte vorab mit Architektur oder Bauleitung.

Bündig oder leicht zurückgesetzt?

Bündiger Verschluss

Das Ankerloch wird bis zur Oberfläche gefüllt und in Struktur und Farbe an die Umgebung angepasst. Ziel ist eine möglichst ruhige Fläche – ganz verschwinden werden die Stellen je nach Beton aber nicht.

Zurückgesetzter Verschluss

Der Verschluss endet einige Millimeter hinter der Oberfläche, häufig mit vorgefertigten Stopfen aus Faserzement oder Beton. Die verbleibende Vertiefung zeichnet das Raster bewusst nach und wirkt auch dann gleichmäßig, wenn der Farbton der Stopfen leicht abweicht.

Ein einheitliches Erscheinungsbild

Ankerlöcher werden immer in großer Zahl gesehen. Schon kleine Unterschiede – ein Stopfen tiefer als der andere, ein Verschluss heller als der Nachbar – ergeben ein unruhiges Muster. Deshalb arbeiten wir mit einheitlicher Setztiefe, gleichem Material und einem Farbton, der vorab an einer Musterstelle abgestimmt wurde. Ausgebrochene Konusränder formen wir vorher nach.

Bei Bauteilen mit Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit gehört der dichte Verschluss der Ankerstellen zur Abdichtung und wird nach den Vorgaben der Planung ausgeführt; die kosmetische Bearbeitung ersetzt ihn nicht. Mehr zu Wand- und Fassadenflächen finden Sie unter Sichtbetonwände und Sichtbetonfassaden, alle weiteren Arbeiten auf der Seite Betonkosmetik.

Fragen zu Ankerlöchern

Lässt sich ein vorhandenes Ankerbild nachträglich ändern?
Zum Teil. Offene Ankerlöcher lassen sich nachträglich bündig oder einheitlich zurückgesetzt verschließen. Bereits bündig verschlossene Stellen wieder sichtbar zu machen, ist dagegen aufwendig und selten sinnvoll.
Womit werden Ankerlöcher verschlossen?
Je nach Vorgabe mit vorgefertigten Stopfen aus Faserzement oder Beton, die eingesetzt und befestigt werden, oder mit einem mineralischen Mörtel, der farblich an den Beton angepasst wird.
Warum wirken verschlossene Ankerlöcher manchmal dunkler?
Das Verschlussmaterial nimmt Feuchtigkeit anders auf als der umgebende Beton und trocknet unterschiedlich ab. Eine abgestimmte Farbrezeptur und bei Bedarf eine lasierende Retusche verringern solche Unterschiede.

Ankerlöcher einheitlich verschließen?

Teilen Sie uns mit, ob das Ankerraster sichtbar bleiben soll, und senden Sie Fotos der Fläche. Wir beraten Sie zur passenden Ausführung.