Betonkosmetik · Dortmund

Lunker im Beton ausbessern

Lunker gehören zu den häufigsten Auffälligkeiten an frisch ausgeschalten Betonflächen. Fachgerecht geschlossen, treten sie im Gesamtbild deutlich zurück.

Ob Sichtbetonwand im Neubau oder Stütze in einer Tiefgarage: Lunker fallen besonders im Streiflicht auf und lassen eine Fläche unruhig wirken. Für Bauherren, Bauunternehmen und Architekturbüros in Dortmund schließen wir Lunker so, dass Farbton und Oberflächenstruktur zur umgebenden Fläche passen.

Was sind Lunker und wie entstehen sie?

Lunker sind Hohlräume an der Betonoberfläche, die beim Ausschalen sichtbar werden. Sie entstehen, wenn beim Betonieren Luft – teilweise auch Wasser – an der Schalung eingeschlossen wird und beim Verdichten nicht entweichen kann.

Begünstigt wird das etwa durch eine steife Betonkonsistenz, eine zu kurze oder ungleichmäßige Verdichtung, glatte, wenig saugende Schalhäute oder geneigte Schalungsflächen, unter denen sich Luftblasen sammeln. Typische Stellen sind deshalb Unterseiten von Aussparungen, schräge Bauteile und der obere Bereich hoher Wände.

Lunker oder Poren – wo liegt der Unterschied?

Die Grenze ist fließend. Als Poren bezeichnet man meist kleine, rundliche Vertiefungen, die über die Fläche verteilt sind. Lunker sind größer, oft unregelmäßig geformt und reichen unter einer dünnen Zementhaut mitunter tiefer, als es von außen aussieht. Für fein verteilte Poren gibt es ein eigenes Vorgehen, das wir unter Poren schließen beschreiben.

So bessern wir Lunker aus

  1. Öffnen: Dünne Zementhäutchen über dem Hohlraum werden entfernt, damit der Lunker vollständig zugänglich ist und keine Luft eingeschlossen bleibt.
  2. Reinigen: Staub, lose Teilchen und Trennmittelreste kommen heraus, damit das Füllmaterial gut haftet.
  3. Schließen: Der Lunker wird mit einem mineralischen, farblich auf den Beton abgestimmten Material gefüllt und verdichtet.
  4. Struktur angleichen: Die Oberfläche wird an die Umgebung angepasst – glatt bei glatter Schalhaut, entsprechend strukturiert bei rauerem Beton.
  5. Retusche bei Bedarf: Bleibt nach dem Trocknen ein Farbunterschied, wird er mit einer dünnen, lasierenden Retusche angeglichen.

Einzelne Lunker oder Lunkernester?

Einzelne, verstreute Lunker werden gezielt Stelle für Stelle geschlossen. Liegen viele Lunker dicht beieinander, spricht man von Lunkernestern. Hier wirkt eine punktuelle Bearbeitung schnell fleckig, deshalb bearbeiten wir den Bereich zusammenhängend und führen den Übergang zur ungestörten Fläche besonders sorgfältig aus.

Bei Sichtbeton stimmen wir das Vorgehen vorab an einer Musterfläche ab. So sehen Sie, wie geschlossene Lunker im trockenen Zustand wirken, bevor weitere Bereiche folgen. Auch an Sichtbetontreppen schließen wir Lunker; dort kommt die Beanspruchung durch das Begehen hinzu. Welche weiteren Störstellen wir bearbeiten, zeigt die Seite Betonkosmetik.

Fragen zu Lunkern im Beton

Warum werden Lunker vor dem Schließen geöffnet?
Viele Lunker sind von einer dünnen Zementhaut überdeckt und größer, als sie von außen wirken. Würde man nur die sichtbare Öffnung verschließen, könnte die dünne Schicht später abplatzen und den Hohlraum wieder freilegen.
Wie tief darf ein Lunker für eine kosmetische Ausbesserung sein?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Entscheidend ist, dass der Untergrund tragfähig ist und keine Bewehrung freiliegt – reicht ein Hohlraum deutlich tiefer, wird er zunächst instand gesetzt.
Verschließt eine Hydrophobierung die Lunker?
Nein. Eine Hydrophobierung reduziert die Wasseraufnahme des Betons, füllt aber keine Hohlräume. Lunker werden vorher geschlossen, der Oberflächenschutz kann danach folgen.
Lassen sich Lunker beim Betonieren ganz vermeiden?
Ganz ausschließen lassen sie sich nicht. Betonrezeptur, Schalhaut, Trennmittel und eine sorgfältige Verdichtung beeinflussen die Lunkerbildung aber stark – das ist Aufgabe von Planung und Rohbau.

Lunker in Ihrer Betonfläche?

Senden Sie uns eine Nahaufnahme und eine Gesamtansicht der betroffenen Bereiche. Wir schätzen ein, wie sich die Lunker schließen lassen.