Graffitischutz · Dortmund

Temporärer Graffitischutz für Betonflächen

Eine Opferschicht nimmt die Farbe auf und wird bei der Entfernung mitsamt den Graffiti abgetragen – eine Lösung, wenn die Optik im Vordergrund steht.

Das Prinzip der Opferschicht

Ein temporärer Graffitischutz bildet eine dünne Schicht auf der Betonoberfläche, zum Beispiel auf Wachs- oder Polysaccharidbasis. Wird die Fläche besprüht, haftet die Farbe auf dieser Schicht statt im Beton. Bei der Entfernung wird die Schutzschicht gezielt gelöst und zusammen mit der Farbe abgetragen – deshalb spricht man von einer Opferschicht. Für Objekte in Dortmund und Umgebung ist das oft der naheliegende Weg, wenn eine Fläche nur gelegentlich betroffen ist.

Nach jeder Entfernung ist die Fläche an dieser Stelle wieder ungeschützt. Die Schutzschicht muss dort erneuert werden, bevor erneut Graffiti auftreten.

Vorteile eines temporären Systems

  • Optik: Viele temporäre Systeme verändern Farbton und Glanz der Oberfläche kaum. Das macht sie für Sichtbeton und gestaltete Flächen interessant.
  • Diffusion: Je nach System bleibt der Beton weitgehend diffusionsoffen, sodass Feuchtigkeit aus dem Bauteil entweichen kann.
  • Umkehrbarkeit: Die Schicht lässt sich wieder abtragen. Soll später ein anderes System eingesetzt werden, ist das in der Regel gut möglich.
  • Schonende Entfernung: Die Graffiti werden zusammen mit der Opferschicht gelöst, ohne dass der Beton selbst stark beansprucht wird.

Der Nachteil: Erneuerung nach jeder Entfernung

Der wichtigste Punkt bei der Planung ist der Folgeaufwand. Jede Graffitientfernung bedeutet, dass die Opferschicht an der gereinigten Stelle neu aufgebracht werden muss. Wird eine Fläche häufig besprüht, summiert sich dieser Aufwand – dann ist ein permanenter Graffitischutz oft die wirtschaftlichere Lösung.

Wichtig ist außerdem, dass Hausmeister und Reinigungsdienste wissen, dass die Fläche temporär geschützt ist. Eine Entfernung ohne anschließenden Neuauftrag lässt die Stelle ungeschützt zurück. Da auch die Witterung eine temporäre Schicht mit der Zeit beansprucht, sollte ihr Zustand regelmäßig kontrolliert werden.

Für welche Flächen ein temporärer Schutz sinnvoll ist

Ein temporäres System eignet sich vor allem für Flächen mit seltenem Befall und für Flächen mit hohen Ansprüchen an die Optik, etwa Sichtbeton an Eingängen, Wänden oder Treppen. Bei denkmalgeschützten Bauteilen kann die Umkehrbarkeit ebenfalls ein Argument sein; hier ist eine Abstimmung mit der Denkmalbehörde erforderlich.

Vor dem ersten Auftrag wird die Fläche gründlich gereinigt, etwa im Rahmen einer Reinigung von Sichtbeton. Anschließend prüfen wir das System an einer Musterfläche.

Fragen zum temporären Graffitischutz

Wie wird eine temporäre Schutzschicht entfernt?
In der Regel mit einem auf das System abgestimmten Heißwasserverfahren. Es wird so gewählt, dass es die Opferschicht samt Farbe löst, ohne den Beton zu schädigen.
Kann später auf einen permanenten Schutz gewechselt werden?
In der Regel ja. Die temporäre Schicht wird zuvor vollständig entfernt, damit das neue System auf einem sauberen Untergrund haften kann.
Muss nach einer Teilreinigung die ganze Fläche neu geschützt werden?
Meist genügt der Neuauftrag an den gereinigten Stellen. Dabei ist auf gleichmäßige Übergänge zu achten, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen.

Temporärer Schutz für Ihre Fläche?

Beschreiben Sie uns Fläche, Lage und bisherigen Befall – wir prüfen, ob eine Opferschicht für Sie die passende Lösung ist.